Der Niedersächsische Hundeführerschein

Oft kommen frisch gebackene Hundeeltern stolz zu uns in die Praxis und fallen aus allen Wolken, wenn wir sie fragen, ob sie den „Hundeführerschein“ schon absolviert haben.
Vielen wissen leider gar nicht, dass es seit vier Jahren in Niedersachsen Pflicht ist, eine theoretische und eine praktische Prüfung abzulegen, wenn man vorher noch keinen Hund hatte.

Es geht bei der Sachkundeprüfung – die im Volksmund oft „Hundeführerschein“ genannt wird – darum, dass die neuen Hundehalter sich VOR der Anschaffung eines Hundes theoretisch mit den wichtigsten Punkten der Hundehaltung befassen.
Wenn der Hund dann da ist, hat man nach bestandener Theorie-Prüfung ein Jahr Zeit, um die praktische Prüfung abzulegen.

Im §3 des „Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden“ (NHundG) vom 26. Mai 2011 steht dazu:

„In der theoretischen Sachkundeprüfung sind die erforderlichen Kenntnisse über
1. die Anforderungen an die Hundehaltung unter Berücksichtigung des Tierschutzrechts,
2. das Sozialverhalten von Hunden und rassespezifische Eigenschaften von Hunden,
3. das Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen mit Hunden,
4. das Erziehen und Ausbilden von Hunden und
5. Rechtsvorschriften für den Umgang mit Hunden
nachzuweisen.
In der praktischen Sachkundeprüfung ist nachzuweisen, dass die nach
Satz 1 erforderlichen Kenntnisse im Umgang mit einem Hund angewendet werden können.“

Im Prinzip ist das eine gute Sache, denn man sollte sich schon mit den oben genannten Bereichen auskennen und interessiert sein, wenn man sich einen Hund in die Familie holt. Da aber leider immer noch zu wenige Menschen wissen, dass sie die Sachkundeprüfung ablegen müssen, gibt es schnell böse Überraschungen, wenn dann der Brief von der Stadt eintrudelt, der den neuen Hundebesitzer zur Prüfung auffordert.

Die Prüfungen können nur von eingetragenen Prüfern abgenommen werden und unsere Tierärztin Sandra Zugehör ist auch eine eingetragene Prüferin.
Bei Fragen zur Sachkundeprüfung könnt ihr uns gerne kontaktieren!