Felines Asthma

In diesem Video seht ihr, wie unser kleiner Vorzeigepatient Lasse mit Hilfe seines Frauchens inhaliert. Alles eine Frage der Übung und genug Leckerlies. 😉

Aber wieso muss der Lasse denn überhaupt inhalieren?

Katzen sind neben dem Menschen die einzigen Tiere, bei denen allergisches Asthma (Asthma bronchiale) auftreten kann.
Und an dieser Erkrankung leidet Lasse leider.

Kommt eine Katze mit Stoffen in Kontakt, auf die sie allergisch ist, reagiert der Körper mit entzündlichen Reaktionen und die Bronchien in den Lungen ziehen sich zusammen. Es kommt zur Atemnot und zur Schleimbildung in den Atemwegen.

Typische Symptome von Felinem Asthma sind Atemnot bei geöffnetem Maul und eine hervorgestreckte Zunge. Rasselnde und pfeifende Atemgeräusche sind charakteristisch. Auch Husten kann vorkommen.

So ein Anfall von Atemnot kann ein paar Minuten aber auch Stunden andauern und sollte schnellstmöglich behandelt werden.

Welche Stoffe Allergien bei Katzen auslösen, kann man nicht genau definieren. Es können u. a. das Duftspray für die Wohnung, das Putzmittel für den Boden, Hausstaubmilben, Zigarettenrauch oder z.B. auch Pollen von draußen sein.

Die Behandlung des Felinen Asthmas richtet sich nach dem Schweregrad der Erkankung.
So kann es bei einigen Katzen, bei denen die Anfälle selten auftreten, bereits ausreichend sein, dass der Besitzer bei einem Anfall als Notfallmedikament Kortison und Sauerstoff gibt.
Bei anderen Katzen kann es hilfreich sein, eine regelmäßige und vorbeugende Behandlung z.B. mit Inhalationen durchzuführen, um die Asthma-Anfälle weitestgehend zu unterbinden.

Felines Asthma wird durch ein Abhören der Lunge und Röntgen diagnostiziert. Dabei muss der Tierarzt differenzieren, ob es sich um Felines Asthma oder eine Lungenentzündung handelt.

Denn zum Glück handelt es sich in den meisten Fällen von Atemnot nicht um Felines Asthma, sondern „nur“ um einen Infekt.